Das in Teuschnitz gefeierte Bayern 3 Dorffest stand im Mittelpunkt der Stadtratssitzung von Montagabend. Der Stadt dankte der großen Helferschar und allen Beteiligten.

Das Dorffest wird - so eine sichtlich stolze Bürgermeisterin Gabriele Weber (CSU) - als DAS Open-Air-Festival noch lange in Erinnerung bleiben. „Teuschnitz und Bayern 3 haben für mehr als 30.000 Besucher ein Familienfest organisiert, das seinesgleichen sucht. Dass alles so gut, reibungslos und unfallfrei geklappt hat, ist das Ergebnis einer weit über den Landkreis hinausgehenden Gemeinschaftsleistung“, zeigte sie sich sicher.

Dem Bayerischen Rundfunk dankte sie dafür, die Top-Stars Alvaro Soler, Beth Ditto und Sarah Connor in Teuschnitz präsentiert zu haben. Dank zollte sie auch den eng zusammenarbeitenden Behörden, darunter dem Landratsamt Kronach mit Landrat Klaus Löffler für die übergreifende Begleitung und fachliche Beratung, dem staatlichen Bauamt Bamberg mit der Servicestelle Kronach für die Planung der Verkehrsführung und Organisation der Beschilderung sowie den Staatsforsten mit den Betrieben Nordhalben und Rothenkirchen für die großzügige Spende. „Großer Dank gebührt auch den Landwirten und Grundstückseigentümern für die unentgeltliche Überlassung ihrer Grundstücke und Parkflächen für den Festplatz und die Parkflächen. Erst dadurch konnte das Mega-Event stattfinden“, würdigte sie. Die Polizeiinspektionen aus Kronach und Ludwigsstadt sorgten für die Sicherheit. Die Kreisbrandinspektion Kronach und die Feuerwehren leisteten mit über 260 Aktiven aus dem Landkreis Kronach den Brandschutz. Sie stellten die Absperrung der Straßen sicher und übernahmen die Einweisung auf den Parkplätzen. Das BRK Kronach und ihre Bereitschaften - auch aus den angrenzenden Landkreisen - übernahmen mit 118 Aktiven den Sanitätsdienst, während dem THW aus den oberfränkischen Regionen mit 64 Kräften die technische Sicherheit und das Ausleuchten der Park- und Gehwege oblag. Die Sicherheitsorganisationen aus dem Landkreis arbeiteten komplett ehrenamtlich.

Größten Respekt zollte Weber dem Organisationsteam „Dorffest 2017“ mit den Hauptverantwortlichen Martin Sesselmann und Frank Jakob sowie den Rathaus-Mitarbeitern für ihren unermüdlichen Einsatz. Für das Catering zeichneten Vereine, Organisationen und Privatpersonen aus dem ganzen Landkreis verantwortlich. „Alleine rund 400 freiwillige Helfer haben für das leibliche Wohl gesorgt“, lobte sie. In ihren Dank schloss sie die vielen Mitstreiter mit ein, die selbst und mit ihren Fahrzeugen ausgeholfen haben, den Bauhof für die Auf- und Abbauarbeiten sowie - unter der Regie des Bibliothekteams und der Stadtverwaltung - den Kuchenbäckerinnen von über 760 Kuchen. Einen großen Beitrag leisteten die Sponsoren finanziell oder mit Sachspenden. Stellvertretend für alle nannte sie die Firma HoWe für die Spende von 100.000 Bratwürsten und die Brauerei Mönchshof aus Kulmbach für die Versorgung der Helfer mit Getränken. „Wir sind stolz, dieses Fest innerhalb so kurzer Zeit auf die Beine gestellt zu haben. Dies war nur durch den Zusammenhalt aller Mitwirkenden möglich“, bekundete sie. Das Dorffest zeige, was möglich sei, wenn alle an einem Strang zögen. Allen Gästen und Beteiligten werde das Fest unvergesslich bleiben. Insgesamt waren über 800 Helfer beteiligt. Darauf sei man stolz.

Dem konnte sich Frank Jakob nur anschließen. Er und Martin Sesselmann hätten sich heuer erstmals zur Organisation des Altstadtfests bereit erklärt, weil sich die Stadt davon habe zurückziehen wollen. „Da wir auch die Bütt organisieren, haben wir uns mit eingeklinkt. Wir dachten ja nicht, dass gleich im ersten Jahr so ein Riesenevent auf uns zukommt“, lachte er. Ausgangspunkt war, dass die Bürgermeisterin die alljährlich von Bayern 3 an die Kommunen verschickte Dorffest-Info an Sesselmann weiterleitete. Dieser bewarb sich postwendend. Drei Tage später stand ein Mitarbeiter von Bayern 3 auf der Matte. Den Rest ist bekannt.

„Am meisten überwältigt hat mich der Zusammenhalt und das Gemeinschaftsgefühl. Auf den Voting-Parties waren Leute, die man sonst kaum sieht: Jung und Alt nebeneinander. Die Jüngeren haben die Älteren in die Technik eingewiesen“, strahlte er. Gigantisch sei auch die Hilfe aus den umliegenden Ortschaften gewesen. „Im Endeffekt hatten wir nur zehn Tage Zeit, um das Fest auf die Beine zu stellen“, verdeutlichte er. Großer Dank gebühre dem Vorjahressieger Moosbach für die Unterstützung. Obwohl er niemand persönlich hervorheben wolle, müsse er einige Namen nennen: das Superteam Stephan Neubauer, Harmut Jungkunz, Udo Brand und Guido Förtsch. „Die Veranstaltung war ein Riesenkraftakt, aber auch ein Riesengewinn für die Region“, resümierte er. Eine Abrechnung erfolgt noch nicht, da noch nicht alle Kosten vorliegen. „Es wird wohl eine schwarze Null herauskommen“, meinte Weber. Im Oktober wird ein Helferfest gefeiert. Termin und Ort werden noch bekannt gegeben. Da man 2018 mit Bussen zum Dorffest fahre, müsse das Altstadtfest verlegt werden.