Bei seiner Sitzung am Montag beschloss der Stadtrat Teuschnitz die Glasfasererschließung der Bastelsmühle. Über den Höfebonus gibt es einen Zuschuss von 90 Prozent. Man kooperiert mit der Nachbargemeinde Steinbach am Wald

Mit dem Förderprogramm des Freistaats, dem Höfebonus, sollen dünn besiedelte Gebiete mit dem schnellen Internet erschlossen werden. Das Höfeprogramm in der Stadt Teuschnitz betrifft die Bastelsmühle, Kremnitzmühle, Wiesenmühle, das Anwesen Förtschendorfer Straße 9, Rauschenhof, Rauschenberg, Finkenmühle, die Kläranlage Wickendorf und das Sportheim Wickendorf.

Vordringlich ist, so Bürgermeisterin Gabriele Weber (CSU), die Bastelsmühle. Hierfür gab das Gremium ebenso grünes Licht wie auch für die Vereinbarung einer diesbezüglichen interkommunalen Zusammenarbeit mit Steinbach am Wald. Diese möchte ihrerseits die Kohlmühle sowie die beiden ehemaligen Bahnhäuser anschließen. Von der Zusammenarbeit verspricht man sich Synergie-Effekte, auch wenn dadurch keine höheren Zuschüsse gewährt werden. Die Wirtschaftlichkeitslücke für den Ausbau der Bastelmühle wird auf 106.000 Euro geschätzt. Für die Stadt verbleibt ein Eigenanteil von zehn Prozent. Der Glasfaseranbau der anderen Einzelgehöfte wurde zurückgestellt, da erst der Bedarf abgeklärt wird. Sollten alle erschlossen werden, ergäbe sich ein Eigenanteil von 72.000 Euro bei Investitionskosten von circa 722.000 Euro.

Gute Nachrichten gibt es in Sachen Mobilfunk in Haßlach. Auf Bitte der Haßlacher Stadträte hatte die Stadt mit der Telekom Verbindung wegen der mangelnden Mobilfunkversorgung im Ort aufgenommen. Die Telekom teilte mit, dass auf dem Sendemast Haßlach zwar eine Repeater-Anlage vorhanden sei; der Ort damit aber nicht versorgt werden könne. Um dies zu erreichen, sei geplant, diesen Repeater durch eine vollwertige Mobilfunkbasisstation zu ersetzen. Der Umbau wird voraussichtlich Ende 2018 erfolgen, sodass die Inbetriebnahme 2019 zu erwarten ist. In der Gemeinde hatten Ortsbesichtigungen in Teuschnitz, Wickendorf, Haßlach und Rappoltengrün stattgefunden. Einige Besichtigungspunkte werden vom Bauhof und der Verwaltung erledigt beziehungsweise waren Punkte der Stadtrat-Sitzung. In einer der nächsten Stadtrats-Sitzungen werden die noch offenen Punkte Unterstellhalle Haßlach, Brunnen Haßlach, offener Graben vor dem Anwesen Talstraße 9 in Haßlach, Erneuerung des Kriegerdenkmals sowie Dorfgemeinschaftshaus Rappoltengrün behandelt.

Der Verwaltung lag ein Antrag der Firma p.i. Haßlach auf Nutzung von Stadtgrund vor. Der darin beantragten Anlegung eines Gehweges am Mühlenweg vom Abzweig Steinbacher Weg bis zur Betriebseinfahrt auf eigene Kosten stimmte das Gremium zu. Weiterhin wird beantragt, die bereits vorhandenen Parkplätze südlich des Mühlenweges Richtung Dorf zu erweitern. Dafür müssten die Glascontainer versetzt werden. Da eine Versetzung aufgrund eines fehlenden Alternativstandorts derzeit nicht möglich ist, wurde hierfür noch kein gemeindliches Einvernehmen erteilt. Sollte sich ein passender Standort anbieten, wird man sich erneut mit dem Antrag beschäftigen. „Wenn die Firma - was sehr lobenswert ist - weiterhin so stark anwächst, wird die Parkplatzsituation ein Zukunftsproblem sein,“ prognostizierte 2. Bürgermeister Stephanus Neubauer (CSU/FWG). Hierfür werde die Firma eine anderweitige dauerhafte Lösung finden müssen. Grünes Licht gab es für den Bauantrag von Stefanie und Marco Neubauer in Haßlach, Steinbacher Straße 6 auf Bau eines Gartenhauses mit 125 m³ Brutto-Rauminhalt sowie von Fritz Schiefner in Teuschnitz, Torberg 18 auf Neubau von zwei Stützmauern.

Der Stadtrat beschloss die Ersatzbeschaffung einer neuen Sonde für die Kläranlage zum Angebotspreis von 5.500 Euro bei der Firma WTW in Weilheim. Eine Reparatur der nicht mehr funktionierenden Sonde ist nicht möglich, da keine Ersatzteile mehr beschafft werden können. Stadtrat Markus Wachter (CSU/FWG) überreichte der Bürgermeisterin einen Plan über den Standort beabsichtigter Urnengräber auf dem Friedhof in Wickendorf. Das Thema wird in einer der nächsten Stadtrats-Sitzungen behandelt.

Informationen / Klage gegen FWG wird vollzogen
Die Bürgermeisterin informierte über die Beschlüsse der letzten nichtöffentlichen Sitzung, wobei es insbesondere um Auftragsvergaben ging. Zudem hatten verschiedene Informations-Versammlungen sowie Festlichkeiten stattgefunden. Stadträtin Susanne Daum (CSU/FWG) erkundigte sich in Sachen einer etwaigen Klage gegen die Frankenwaldgruppe (FWG). Der Wasserversorger hatte der Stadt untersagt, ohne seine Zustimmung günstiges Wasser bei der Fernwasserversorgung Oberfranken (FWO) zu beziehen. Hier sei man, so Weber, genau so weit wie am Anfang. In einem mittlerweile eingetroffenen Schreiben seitens der FWO heiße es nach wie vor, dass eine Lieferung nur vorbehaltlich einer Zusage der FWG möglich sei. Bis dato liege der Stadt keine verbindliche Zusage der FWG vor. Die Meldung in den Zeitungen einer Einigung sei nicht vollzogen worden. Mittlerweile fand ein weiteres Treffen der Bürgermeisterin mit Landrat Klaus Löffler statt, der diesbezüglich noch einmal beim FWG-Vorsitzenden MdL Jürgen Baumgärtner vermitteln wollte. „Fakt ist, dass wir nichts Schriftliches haben. Sollte eine Zusage bis Donnerstag 18 Uhr nicht vorliegen, lassen wir die Klage los. Wir warten nunmehr seit 2016“, ärgerte sich die Bürgermeisterin