In Teuschnitz ist die Freude groß: Sowohl die Sanierung des Schulschwimmbades als auch die Neugestaltung des Pausenhofs wurden in das Kommunalinvestitionsprogramm „KIP-S“ aufgenommen.

Die Sanierung des Schulschwimmbades wurde mit einer Fördersumme von knapp 1,8 Millionen Euro in das Kommunalinvestitionsprogramm „KIP-S“ aufgenommen.

Die Regierung von Oberfranken hat den Schulverband in das Kommunalinvestitionsprogramm zur Verbesserung der Infrastruktur für finanzschwache Gemeinden in Bayern „KIP-S“ mit den beiden beantragten Maßnahmen aufgenommen. Dies verkündete Bürgermeisterin Gabriele Weber (CSU) bei der Schulverbands-Versammlung am Freitagmorgen. Es handelt sich dabei um eine Sanierung des Schulschwimmbades mit einer Fördersumme von 1.778.900 Euro sowie um die Neugestaltung Pausenhof mit Zugang zur offenen Ganztagsschule mit einer Fördersumme von 830.800 Euro.

„Das Kommunalinvestitionsprogramm für Schulen ist eine sehr gute Sache“, freute sich die Schulverbands-Vorsitzende über den mittlerweile vorliegenden Aufnahmebescheid der Regierung mit Mitteilung der Fördersumme. Die - ohne die Förderung nicht zu schultern gewesen - Maßnahmen seien für den Erhalt des Schulverbands enorm wichtig. Webers Dank galt dabei der Regierung ebenso wie Landrat Klaus Löffler für die Unterstützung im Vorfeld der Antragstellung. Dem Freistaat dankte sie nicht „nur“ für die Berücksichtigung in „KIP-S“, sondern bereits auch für die Aufnahme in das KIP-Vorgängerprogramm, das Teuschnitz den Fenster- und Türenaustausch des Rathauses ermöglicht hatte. „Oberfranken wird sehr gut bedient. Wir sind sehr dankbar, dass der ländliche Raum derart unterstützt wird“, lobte sie. Gleiches gelte auch für die Förderoffensive „Nordostbayern“.

Wie bereits berichtet, waren seitens des Schulverbands zwei Bewerbungsbögen eingereicht worden. Der Bewerbungsbogen 1 bezieht sich auf die Sanierung der von 1970 bis 1975 errichteten Schulschwimmhalle. Diese weist nicht nur den 70er Jahre-„Charme“ aus, sondern ist vor allem dringend sanierungsbedürftig. Geplant ist ein Erweiterungsbau, um einen sicheren Beckenumgang auf der ganzen Fläche zu ermöglichen. Sicherheitsmaßnahmen wie beispielsweise ein Erste-Hilfe-Raum und ein Notausgang müssen hergestellt; das Schwimmbecken selbst aufgrund seines Alters saniert werden. Die Schwimmbadnebenräume mit den Umkleidekabinen, Duschen und sanitären Anlagen müssen komplett erneuert werden. Die Elektroinstallation ist wirtschaftlich verbraucht und wird erneuert. Im Kriechkeller müssen die Rohrleitungen ausgewechselt werden. Eine Rauchabzugsöffnung ist erforderlich.

Dringend sanierungsbedürftig ist auch der zur gleichen Zeit errichtete Pausenhof. Geplant sind ein Abbruch der schadhaften Stahlbetonstützmauern und eine Entfernung des den Hang stützenden Nebengebäudes. Auch die alte Treppenanlage soll abgebrochen werden. Zur neuen Gestaltung der Hangsituation sind Natursteinmauern auf Schieferbruchsteinmauerwerk vorgesehen. In Anlehnung an den Kräutergarten sollen diese terrassenförmig und mit weichem Schwung den Hang befestigen. Auf den Mauern sind Schieferabdeckungen geplant. Die entstehenden Flächen zwischen den Mauern werden begrünt und entsprechend der Umgebung gestaltet. Die neue Treppenanlage aus Blockstufen fügt sich in einer Mulde in die Anlage ein. Die Fläche auf dem oberen Plateau wird ebenso für die Ganztagsschule neu gestaltet. Neben einigen Grünzonen soll auch für Unterrichtszwecke ein kleines Atrium mit Stufen entstehen. Auch die untere Fläche ist aufgrund der Bauarbeiten als Zufahrt neu anzulegen und zu gestalten. Gestalterisch soll dieser Bereich der ehemaligen Stützmauer als sanfter Übergang vom natürlichen Garten zu den kubischen Bauwerken des Schulgebäudes gestaltet werden. Im gleichen Zuge sind die Entwässerungsleitungen und die Beleuchtung in diesem Bereich der Anlage zu erneuern.

Das Architekturbüro Schöttner aus Wallenfels ist dabei, die Genehmigungsplanung auszuarbeiten, damit der Zuwendungsantrag im Herbst 2018 eingereicht werden kann. Wenn der Bewilligungsbescheid vorliegt, wird die Ausschreibung vorgenommen. Guter Dinge zeigte sich die Bürgermeisterin, mit den Bauarbeiten bereits im Frühjahr 2019 beginnen zu können. Realistisch sei ein Baubeginn im Zeitraum März/April 2019.

Gute Nachrichten hatte die Verbandsvorsitzende auch in Sachen Neubesetzung der Schulleitung. Klemens Löffler, der - nach dem Wechsel von Schulleiterin Kerstin Zapf ins Schulamt - die Teuschnitzer Schule bereits kommissarisch leitete, wurde mit Wirkung ab 1. August zum Rektor ernannt. „Wir freuen uns sehr darüber. Klemens Löffler ist unser Wunschkandidat, mit dem wir schon bislang sehr gut zusammengearbeitet haben“, würdigte Weber. Die offizielle Einführung erfolgt voraussichtlich am 14. September. Seine von ihm ausgewählte Stellvertreterin steht ebenfalls bereits fest. Löffler wird diese selbst vorstellen.

Die Schülerbeförderung im Schuljahr 2018/19 wurde an die Firma Edwin Neubauer aus Kehlbach vergeben, nachdem man - so die Schulverbandsvorsitzende - mit der bisherigen Zusammenarbeit sehr zufrieden sei. Konkret handelt es sich dabei um die Erweiterung um zwei - die Inklusionsschule Teuschnitz besuchende - Schüler aus Pressig und Posseck.