Da momentan keine Gottesdienste stattfinden können, nutzte Organist Florian Beetz die Zeit, eine notwendige Reparatur der Wickendorfer Steinmeyer-Orgel aus dem Jahr 1948 durchzuführen. Augenmerk der Arbeiten war der Austausch von verschlissenen Membranen. Die Ledermembranen geben die Öffnungen zur Pfeife in der Orgel frei, so dass der Wind in die Pfeifen für den Ton gelangt. Um an die betroffenen Stellen zu gelangen, mussten einige Pfeifen ausgebaut und sorgfältig zwischengelagert werden. 30 solcher Membranen wurden schließlich ersetzt, kleine Pfeifen wurden von Schmutz und Staub befreit und auch größere Prinzipalpfeifen hat Beetz wieder gangbar gemacht.

Dekan Detlef Pötzl freut sich, dass sich so engagiert um die „Königin der Instrumente“ gekümmert wird. Die Kirche lebe vom Einsatz und vom ehrenamtlichen Engagement. Mit Sachverstand, Akribie und einer Leidenschaft für die Orgel hat sich Beetz um die Reinigung und Instandsetzung gekümmert. Das sei nicht selbstverständlich. Pötzl ist ihm deshalb sehr dankbar und wünsche ihm weiter Freude an seinem Dienst. „Die kleinsten Pfeifen, die höchsten Töne, die größten Pfeifen und die niedrigsten Töne bilden ein beeindruckendes tönendes Spektrum, das ja auch ein Sinnbild für die Vielfältigkeit in einer Gemeinde ist“, so der Geistliche. Es heißt, Musik ist die Sprache der Seele und der heilige Augustinus soll schon gesagt haben "Wer singt, betet doppelt." Ohne Musik und Gesang würde etwas Entscheidendes in unseren Gottesdiensten fehlen, bringt es Pötzl auf den Punkt.

Pfarrer und Organist freuen sich nun, wenn die Orgel wieder bei einem Gottesdienst erklingt und die Gemeinde kräftig zur Ehre Gottes singt.