Die Teuschnitz-Aue ist das Kerngebiet eines Pilotprojekts:

Ein Modell zur Umsetzung des bayerischen Arten- und Biotopschutzprogramms (ABSP) im Mittelgebirge. Der Frankenwald ist südöstlicher Teil des Thüringischen Schiefergebirges, gehört zum sogenannten „Alten Gebirge“ und ist ca. 300 Mio. Jahre alt.

Die Teuschnitz-Aue befindet sich im nördlichen Bereich des Naturparks Frankenwald.

Diese außergewöhnliche Hochfläche liegt auf 605 bis 650 m über Meereshöhe und bietet auf engstem Raum eine Vielfalt typischer Biotope des Frankenwaldes. Zugleich stellt sie für viele vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten direkt vor den Toren der Stadt Teuschnitz ein wertvolles Rückzugsgebiet dar.

Besuchern ermöglich sie außergewöhnliche Einblicke in einen unvergleichliches Lebensraum. Denn die Teuschnitz Aue ist Kerngebiet eines einzigartigen Modellvorhabens zur Umsetzung des bayerischen Arten- und Biotopschutzprogramms (ABSP) im Mittelgebirge. Das Schönste daran – dieses Naturkleinod lässt sich hervorragend zu Fuß erkunden!

Ein durchgängig ausgeschildeter Spazierweg von rund 2,5 km Länge erschließt Interessierten herrliche Aus- und Einblicke, sichert Arnika, Schwarzstorch und Braunkehlchen aber zugleich die so dringend benötigten Rückzugsräume.

Karte des Naturwegs durch die Teuschnitz Aue 

Festes Schuhwerk ist empfehlenswert. Erläuterungen zu den Wegsymbolen haben wir für Sie nachfolgend zusammengestellt.

Nähere Infos finden Sie hier. Unter dem Punkt "Projekte" finden Sie alles Wissenswerte über das ABSP Pilotprojekt Teuschnit-Aue.


Artenreiche Mischwälder mit Buchen, Tannen und Bergahorn beherrschten um 1500 den Frankenwald. Seit dem späten Mittelalter werden sie aus wirtschaftlichen Gründen zu Fichtenforsten umgewandelt. Auch landwirtschaftliche Flächen sind betroffen. Wertvolle Biotope gehen damit verloren. Fichtenaufforstungen sind anfällig gegenüber Schädlingsbefall und Windwurf.

Umwandlung von ausgewählten Fichtenforsten in Bergwiesen und Brachflächen führen zur naturnahen Kulturlandschaft zurück und verbessern die Lebensbedingungen für bedrohte Tier- und Pflanzenarten.


Die wenig genutzten Randbereiche entlang der Wege leiten zu Wiesen und Äckern über. Die Raine bilden ein Netz in der Landschaft und verknüpfen wertvolle Wiesenlebensräume miteinander. Hier wachsen Pflanzenarten trockener Standorte wie die Bärwurz. Die Wegraine werden nicht verändert und so vor intensiver Nutzung bewahrt.


Die wenig genutzten Randbereiche entlang der Wege leiten zu Wiesen und Äckern über. Die Raine bilden ein Netz in der Landschaft und verknüpfen wertvolle Wiesenlebensräume miteinander. Hier wachsen Pflanzenarten trockener Standorte wie die Bärwurz. Die Wegraine werden nicht verändert und so vor intensiver Nutzung bewahrt.


Nicht mehr genutzte Feuchtwiesen entwickeln sich zu Hochstaudenfluren. So entstehen wertvolle Brutgebiete für Wiesenbrüter wie Bekassine und Braunkehlchen.

Eine charakteristische und häufig anzutreffende Pflanze ist das Mädesüß.
Durch die Aufgabe der Nutzung wird die Hochstaudenflur in ihrer natürlichen Entwicklung geschützt.


Im Quellgebiet der Teuschnitz wurden Teiche zur Fischhaltung und Flachsverarbeitung angelegt. Von ihrem Nahrungsangebot profitieren Libellen, Graureiher und Schwarzstorch.

Im Bereich der natürlichen Verlandung können seltene Pflanzen wie der Fieberklee existieren. Die Teuschnitz darf sich selbst ihren gewundenen Weg suchen. Zur Sicherung naturnaher Teiche bekommen die Eigentümer eine Entschädigung.
Verlandete Flachsteiche werden wieder angestaut.


Die Extensivierung der Nutzung von Flächen führt zur Sicherung gefährdeter Tiere und Pflanzen. Das Mosaik von bunten Bergwiesen und natürlichen, ungenutzten Bereichen bilden die Voraussetzung für den Erhalt frankenwaldtypischer Lebensräume. Landwirte erhalten einen Ausgleich für die Pflege. Neue Wege der Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte werden eingeführt.

Die frankenwaldtypische Landschaft mit ihren wertvollen Biotopen wird erhalten. Erfolge des 1989 begonnenen Pilotprojekts „Teuschnitz-Aue“, ein Modell des bayerischen Arten- und Biotopschutzprogramms: Vorbild für die Landschaftspflege in der Region. Bedrohte Tier- und Pflanzenarten haben sich in ihrem Bestand stabilisiert und zum Teil vermehrt.

Gründe: Die Ansprüche charakteristischer Pflanzen- und Tierarten an ihre Lebensräume in der Teuschnitz-Aue. Die Pflanzen und Tiere benötigen eine naturnah bewirtschaftete Landschaft. Durch gezielte Landschaftspflege werden ihre Lebensräume erhalten.