Der erste Bauabschnitt „Spielplatz/Festplatz/Kulturwiese“ ist fertig. Im Juni soll der zweite Bauabschnitt „Schlossgarten/Rathausvorplatz“ starten. Bei der Stadtrat-Sitzung am Dienstag informierte Marcus Hamberger über den Sachstand.

Architekt Marcus Hamberger informierte über den Umbau der Stadtmitte.

An der Hauptstraße wurde die große Linden-Baumreihe entfernt.

Architekt Marcus Hamberger informierte über den Umbau der Stadtmitte, so auch über den veränderten Rathaus-Vorplatz.

Architekt Marcus Hamberger informierte über den Umbau der Stadtmitte, so auch über das veränderte Kirchenumfeld.

Architekt Marcus Hamberger informierte über den Umbau der Stadtmitte, so auch über die Varianten des Pflasters.

Ausführlich erläuterte der Architekt der „freiraumpioniere“ seine teilweise veränderte Entwurfsplanung zur Neugestaltung Marktplatz und Schlossgarten, inklusive Randbereiche. Dabei werden insbesondere die Freiflächen neu gestaltet. Der Marktplatz wird mit barrierefreien Wegen und einem Wasserspiel versehen; Schlossgarten und „In der Heimat wohnen“ verbunden.

Neu ist, dass der Marktplatzbereich mit Nebenanlagen komplett mit dem neuen Flechtmuster-Material gepflastert werden soll. Bislang waren Laufstreifen angedacht. Das bodengleiche Wasserspiel umfasst zehn separat steuerbare Düsen mit einer Wasserstrahl-Höhe von maximal 1 m/1,20 m. Das Wasser kommt aus einer im Schlossgarten platzierten Zisterne. Es handelt sich um ein Umlaufsystem mit Rückspeisung. „Ein Großteil des Wassers - 85 Prozent - läuft zurück ins Wasserbecken, wird dort aufbereitet und wieder eingeleitet“, informierte der Planer.

Am Rathaus wird eine Infotafel hinter einer Glas-Schutzscheibe für amtliche Bekanntmachungen errichtet; zwei weitere für Vereine an der Sparkasse bei der Bushaltestelle. Die Bushaltestelle behält ihren Platz, bekommt aber ein neues Dach. Die Möblierung des zweiten Bauabschnitts lehnt sich an den ersten an, wird aber hochwertiger. Aufgestellt werden Bänke mit und ohne Armlehnen sowie Natursteinsitzmöbel mit integrierter Holzauflage. Die Beleuchtung an den Häusern bleibt erhalten; lediglich die Lichtmittel werden durch LED ersetzt. Angedacht ist eine dezente Anstrahlung des Kirchturms sowie einzelner Elemente wie des Nepomuks.

Im großen Umfeld des Marktplatzes werden 55 Parkplätze ausgewiesen, bislang waren es 51. Es handelt sich um - durch dunklere Pflastersteine erkennbare - Kurzzeit-Parkplätze. „Wir haben mehr Stellplätze als Geschäfte“, stellte Hamberger heraus. Für eine eventuelle E-Ladestation werden Fördermöglichkeiten abgeklärt. Wünschenswert ist die Einführung von Tempo 30 in der Ortsmitte. Im Kirchenumfeld erhält die Infotafel einen separaten Platz. Für einen barrierefreien Zugang wird die Rampenanlage an die bestehende Treppe angebaut. „Unsere Stadt erhält ein neues Gesicht“, freute sich Bürgermeisterin Gabriele Weber (CSU). Ein verändertes Stadtbild ergab sich bereits durch das Entfernen der großen Linden-Baumreihe entlang der Hauptstraße mit nunmehr freier Sicht zum Schlossgarten. Stattdessen werden im Herbst kleiner wachsende Bäume angepflanzt.

Die Ausschreibung läuft bis 3. Mai, anschließend ist Submission. Man hofft auf einen Baubeginn im Juni mit drei Bauphasen. Vorgesehen ist in der Bauphase 1 - Juni bis Juli 2019 - die Baustelleneinrichtung, Pflasterausbau, Schaffung Parkplätze in der Kirchgasse, Leitungstiefbau sowie in der Phase 2 - Juli bis August 2019 - Leitungstiefbau und die Oberflächen-Herstellung der Westseite des Markplatzes. Die Bauphase 3 - August bis November 2019 - beinhaltet Leitungstiefbau, Oberflächen-Herstellung des Marktplatzes auf der Ostseite, den Schlossgarten, Kirchenvorplatz und das Gefallenendenkmal, Beleuchtung und Baumbepflanzung. Die Bauphase 4 - April bis Juni 2020 - umfasst den Durchgang Friedhof und Seiteneingang zur Kirche, Ausstattungsgegenstände, Flächenpflanzungen und Restarbeiten. Im Juni 2020 sollen die Bauarbeiten fertig sein. „Dann hätten wir die Maßnahmen innerhalb von vier Jahren nach dem Wettbewerb im Jahr 2016 umgesetzt. Das wäre eine sehr sportliche Leistung“, verdeutlichte er.

Abgeschlossen ist der erste Bauabschnitt. Die Eröffnung des Spielplatzes wird am 12. Mai 2019 gefeiert. Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz hat ihr Kommen angekündigt. Der Sitzung voraus ging eine Begehung mit den Anliegern. Hieran und an der Sitzung nahm auch Sven Schuster teil, der ab 1. August in Diensten der VGem Teuschnitz stehen und nach neunmonatiger Einarbeitungsphase in die Fußstapfen von Geschäftsstellenleiter Thomas Weber treten wird. hs

Rennsteigmesse stößt auf überwältigenden Zuspruch
2020 übernimmt die Verwaltungsgemeinschaft (VGem) Teuschnitz die Ausrichtung der Rennsteigmesse. Diese findet am 25. und 26. April 2020 in Teuschnitz im Bereich der Schule statt - dort, wo bislang die Rock-Events abgehalten wurden.

Unter Federführung der Stadt Teuschnitz und der ARGE sind in der Organisation die Bürgermeister der Rennsteig-Gemeinden und der externe Organisator Edgar Rebhan beteiligt. Dieser freute sich über eine riesige Resonanz der angeschriebenen 763 Gewerbetreibenden, sodass das Zelt nach zwei Wochen mit 63 Ausstellern ausgebucht war. Weitere elf befinden sich auf der Warteliste. Um diesen nicht absagen zu müssen, wird die Aula der Hauptschule in die Messe einbezogen. Hierfür sind noch Anmeldungen möglich.

Öffnen wird die Messe jeweils am Samstag und Sonntag von 10 Uhr bis 18 Uhr. Nach der Begrüßung jeweils ab 10 Uhr startet ein Rahmenprogramm mit drei Vorführungen sowie bis zum Ausklang Unterhaltungsmusik. Das Festgelände wird mit einem Bauzaun eingefasst. Unmittelbar auf der Wiese grenzt der Aussteller-Parkplatz an, woran sich der große Besucher-Parkplatz anschließt. Die Homepage www.rennsteigmesse.com ist im Aufbau; ein Messe-Logo wurde entwickelt und auch Sponsoren konnten gewonnen weden. In den Rathäusern der Rennsteig-Gemeinden werden vom 4. November 2019 bis 24. April 2020 Vorverkaufsstellen eingerichtet. Karten gibt es zudem im Schiefermuseum Ludwigsstadt, bei Raumdesign Trinkwalter in Steinbach/Wald und bei Schreib- und Textilwaren Tautz in Teuschnitz. Die Eintrittspreise betragen für Erwachsene 6 €; für Schüler/Studenten 3 €. Kinder unter 6 Jahren sind frei.

Die Bürgermeisterin stellte die „Wahnsinnsarbeit“ heraus, die von der Verwaltung nicht zu leisten gewesen wäre. Das bei der letzten Messe in Steinbach entstandene Defizit wurde mit den nunmehr aufgebrauchten Rücklagen ausgeglichen. Geht man erneut von 5.000 Besuchern aus, müsse man wiederum mit einem Defizit rechnen. Die Rennsteig-Gemeinden hatten bereits eine anteilmäßige Beteiligung an einem möglichen Defizit beschlossen.

Plus beim Altstadtfest 2018
Die Bürgermeisterin informierte über die Abrechnung des Altstadtfests 2018 mit Einnahmen von 11.200 Euro, Ausgaben von 9.100 Euro und damit ein Plus von circa 2.100 Euro. Die Rücklagen betragen 28.000 Euro. Die Verwendung steht noch nicht fest. Das Geld ist für sinnvolle Anschaffungen der Vereine angedacht. Heuer entfällt das Altstadtfest aufgrund der Baustelle.

Informationen
Die Genehmigung des Haushalts mit Kreditaufnahme von 1,6 Mio. Euro liegt vor. Eine große Freude war die Übergabe des Förderbescheids durch Staatsminister Hans Reichhart für das Projekt „Schwarzes Kreuz/Arnika-Arkade“ von 4,77 Mio. Euro. Hinzukommen 388.000 Euro von der Oberfrankenstiftung. Im ersten Bauabschnitt werden 5,7 Mio. Euro umgesetzt. Damit trägt die Stadt lediglich 10 Prozent Eigenleistung. Im Rahmen des Projekts „Land(auf)Schwung“ war eine 50-köpfige Delegation zu Besuch in der Arnika-Akademie und zeigte sich begeistert. Die Teilnehmergemeinschaft der Flurbereinigung wurde aufgelöst. Wahrscheinlich verbleibt aufgrund der Fördermittel ein Überschuss. Es fand die Besprechung mit den Kommandanten der Wehren statt. Bei den Außenputzarbeiten für ihr FFW-Haus wird sich die FFW Teuschnitz mit einbringen. Schutzanzüge sollen angeschafft werden. Abgeschlossen wird die Asphaltierung der Reichenbacher Straße, sodass diese wieder befahrbar ist. Eingetroffen ist der Bewilligungsbescheid für den ersten Bauabschnitt Gartenstraße/Weidenstraße. Abschließend informierte sie über die Beschlüsse der letzten nicht öffentlichen Sitzung. Hierzu zählten die Genehmigung eines Grundstücktauschs- sowie Kaufvertrags als auch Grundstücksankäufe im Bärwurz-Wiesen-Programm. Bewilligt wurden Anträge nach dem Kommunalen Förderprogramm sowie die Überlassung des Teuschnitzer Friedhofs an die katholische Kirchenstiftung. Geklärt wurde der Status der Kapelle in Teuschnitz und des neuen Brunnens in Haßlach. Zudem war ein Sachstandsbericht zur Asco erfolgt.