In seiner Sitzung am Montag erhöhte der Teuschnitzer Stadtrat den Förderzuschuss für die Katholische Kirchenstiftung für die „Bibliothek im Alten Torhaus“. Ab sofort wird die Bücherei mit einem jährlichen Beitrag von 1.500 Euro bedacht; 500 Euro mehr als bislang.

Der Teuschnitzer Stadtrat erhöhte den Förderzuschuss für die „Bibliothek im Alten Torhaus“. Vor Ort überzeugte sich das Gremium von der hier geleisteten wertvollen Arbeit.

„Die Bücherei ist ein Leuchtturm von Pfarrei und Stadt“, würdigte Dekan Detlef Pötzl das sehr gute Zusammenspiel. Sein Dank galt dem Team, das die Bücherei mit viel Herzblut und Leidenschaft aufrecht erhalte. Grüdl freute sich - auch namens von Birgit Böhm - über den Besuch des Gremiums. Die Bücherei sei sehr aktiv in der Jugendarbeit und arbeite eng mit den Kindergärten und der Schule zusammen. In der Bildungsarbeit setze man auch auf moderne Medien - wie durch eine Online-Ausleihmöglichkeit. Der Medien-Bestand - von Büchern und Zeitschriften über Spiele bis hin zu DVDs und Hörbücher - habe sich seit der Gründung vor zwölf Jahren von 5.000 auf jetzt 10.000 verdoppelt. Großen Wert legt man auf ein topaktuelles Angebot, wofür man schon mehrere Auszeichnungen erhielt. Mit der nun anstehenden Erneuerung der kompletten EDV-Anlage stünden - zusätzlich zu den laufenden Kosten - hohe Ausgaben an, weswegen man für eine Erhöhung des Förderzuschusses dankbar wäre. Der Beschluss erfolgte einstimmig und gilt ab diesem Jahr.

Umbau Stadtmitte schreitet gut voran
Die Bürgermeisterin informierte über den gut voranschreitenden Umbau der Stadtmitte. Für den Schlossgarten sind die Wege angelegt und werden sobald als möglich asphaltiert. Die Grünflächen sind weitestgehend angelegt bis zur Rasen-Ansaat; die Schlossterrasse ist weitestgehend gepflastert. Die Bepflanzung ist für Mitte März geplant. Im Bereich Rathausplatz ist das Wasserspiel fertig; die Pflasterarbeiten im Gange. Ein Bodenaustausch bis auf eine Tiefe von 50 cm war erforderlich und wurde durch Lastplattenversuche geprüft. Der Rathaus-Haupteingang ist voraussichtlich ab Mitte März wieder nutzbar. Die Entwässerungsrinne vor dem Rathaus wurde gesetzt; Hülsen für Fahnenmasten und Weihnachtsbaum eingebaut. Die Pflasterarbeiten für den Rathausvorplatz sind im Gange und werden mit der Beleuchtung bis Ostern abgeschlossen.

Bei Baggerarbeiten im Friedhofsweg und Vorplatz Aussegnungshalle wurden menschliche Überreste und Teile einer historischen Mauer freigelegt. Die archäologische Baubegleitung der Firma ITV dokumentierte die Ausgrabungen. Die drei gefundenen Skelette stammen aus dem 17. Jahrhundert, ersichtlich durch ein Amulett als Grabbeilage. Die Schmuckstücke wurden nach Schloss Seehof geliefert. Von dort wird man sie wieder anfordern und in Teuschnitz in einer Vitrine in der Kirche oder Stadt aufbewahren. Die Knochen sollen auf dem Friedhof beerdigt werden. „Die schadhafte Kanalleitung im Friedhofsweg musste ausgetauscht werden“, informierte Weber, diesbezüglich zwei Firmen mit unterschiedlichen Systemen um kurzfristige Abgabe eines Sanierungsangebots gebeten zu haben. Da die Maßnahme zeitnah erfolgen musste, hatte sie - als dringliche Anordnung - die Firma Karo-San aus Illingen gemäß Angebot den Auftrag über 28.672,02 Euro erteilt.

Ab dem Tag der Sitzung wird die nördliche Kirchentreppe abgerissen. Die Vereinbarung mit der katholischen Kirchenstiftung liegt vor. Wegen der Beleuchtung fand am 26. Februar eine Ortsbesichtigung mit dem Planungsbüro Lichtraum und Stadträten statt. Mit der vorgeführten dezenten Anstrahlung des Kirchturmes und der etwas intensiveren der Nepomuk-Statue herrschte bei den Teilnehmern Einverständnis. Weiter informierte sie über den Nachtrag des Bayernwerks zu den Elektro-Arbeiten. Dieser umfasst eine höhere Anschlussleistung, einen neuen Wandlerschrank, die Nepomuk-Statue anders wie Angebot, die Pulverbeschichtung der Straßenbeleuchtung sowie Pollerleuchten auf dem Marktplatz zum Angebot von 29.566,68 Euro. Weber hatte das Unternehmen am 21. Februar - als dingliche Anordnung - beauftragt.

Auf Nachfrage von Hedwig Schnappauf (FLW) erklärte Weber, dass die besagte Treppe bei der Kirche komplett abgetragen und durch eine neue Betonmauer ersetzt werde. Die Maßnahme konnte in die Städtebauförderung einbezogen werden. Stadt und Kirche teilen sich die Kosten. Zwecks Errichtung einer Urnenwand in dem Bereich äußerte der Dekan keine Bedenken. Die Entscheidung hierüber erfolgt nach Fertigstellung der Mauer. Einen Zuschuss für die Urnenwand gibt es nicht. Der Engel von der Friedhofsmauer besteht - so die Bürgermeisterin - nur noch aus Einzelteilen, da er innen verrostet sei. Die Risse sind zwischen 3 und 15 cm breit. Eine Restauration sei laut einem hinzugezogenen Experten möglich. Jedoch könne der Engel nicht mehr im Außenbereich aufgestellt werden. An Kosten schätzte er mindestens 10.000 Euro, was auch die Restauratorin Petra Zenkel-Schirmer bestätigte. Der aus dem 18./19. Jahrhundert stammende Engel steht im Eigentum der Stadt. Man wird Fördermöglichkeiten abklären; eventuell auch einen Spendenaufruf starten.

Grünes Licht gab es für den Bauantrag der Eheleute Harald und Doris Martin für den Gaubenaufbau auf das bestehende Zweifamilien-Wohnhaus in der Thüringer Straße 28 in Haßlach sowie für die Landschaftspflegemaßnahmen 2020 über 32.737,20 Euro. Für die Stadt ergibt sich ein Eigenanteil von 4.171,86 Euro zuzüglich einer Verwaltungskostenpauschale von 1.636,86 Euro.

Die Bürgermeisterin gab die Beschlüsse der letzten nichtöffentlichen Sitzung bekannt. Hierzu zählten die Auftragsvergaben für ein vorbereitendes Konzept für die Dorferneuerung Haßlach an die Freiraumpioniere, Weimar über 12.507,00 Euro, für die Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärarbeiten für die Alte Schule in Wickendorf an die Firma Sell, Kronach für 169.715,00 Euro sowie für Elektroarbeiten für die Alte Schule Wickendorf an die Firma Kirchner, Kronach für 61.074,00 Euro. Für das kommunale Förderprogramm wurde ein weiterer Antrag bewilligt. Zudem informierte sie über den Rücktritt des FFW-Kommandanten von Rappoltengrün, Stefan Kraus, aus gesundheitlichen Gründen zum 1. März 2020. Sie besuchte Detlef Pötzl zur Vorstellung der neuen Verwaltungsleiterin des Seelsorgebereichs Frankenwald, Stephanie Trautendorfer. Beim Faschingsumzug in Teuschnitz erfolgte erstmals auch ein Rathaussturm der Steinwiesener Faschingsgesellschaft. Bei der Rennsteigmesse liegt man gut im Zeitplan, wofür ihr Dank dem Organisator Edgar Rebhan galt. Das nächste Ausstellertreffen ist am 11. März. In Sachen Kommunalwahl 2020 wurden die Wahlhelfer informiert. Laut Bauhofleiter Georg Eidelloth muss vor der Kreuzung Körnergasse/Hauptstraße ein neues Schieberkreuz eingerichtet werden, da die Guss-Wasserleitungsrohre aus dem Jahr 1910 zu ersetzen seien. Die Maßnahme erfolgt im Zeitraum Mittwochabend bis Donnerstagfrüh, weswegen von 19 Uhr bis 4 Uhr das Wasser abgestellt werden müsse. Die betroffenen 35 Haushalte werden per Info-zettel informiert. Die nächste Stadtrats-Sitzung findet - zwecks Vorstellung der neuen Gemeindeschwester - im Gebäude „In der Heimat wohnen“ statt.