Teuschnitz freut sich über die Glasfasererschließung der Bastelsmühle. Über den Höfebonus gibt es einen Zuschuss von 90 Prozent. Man kooperiert mit der Nachbargemeinde Steinbach am Wald.

Unter Beisein von SmartService-Projektleiter Maximilian Lang (links) und der Breitband-Beauftragten Sabine Suffa (zweite von rechts) unterzeichneten Bürgermeisterin Gabriele Weber (zweite von links) und Michael Korn den Vertrag für den Breitband-Ausbau der Bastelsmühle.

Mit dem Förderprogramm des Freistaats, dem Höfebonus, sollen dünn besiedelte Gebiete mit dem schnellen Internet erschlossen werden. In den Genuss der 90-prozentigen Förderung kommt nunmehr auch Teuschnitz für die Erschließung der Ausflugs-Gaststätte Bastelsmühle. Für Teuschnitz verbleibt von den Gesamtkosten in Höhe von 35.000 Euro ein finanziell machbarer Eigenanteil von zehn Prozent, sprich 3.500 Euro. Die Stadt setzt dabei auf eine interkommunale Zusammenarbeit mit der Gemeinde Steinbach am Wald, die ihrerseits die Kohlmühle anschließt.

Am Donnerstag erfolgte im Teuschnitzer Rathaus die Unterzeichnung des Breitband-Ausbauvertrags der Bastelsmühle mit der Firma Michael Korn Kabel und Kommunikationstechnik aus Ludwigsstadt. Bürgermeisterin Gabriele Weber (CSU) freute sich sehr, dass ein heimischer Anbieter den Zuschlag der Ausschreibung erhielt. Sicher zeigte sie sich, mit ihm einen zuverlässigen Partner vor Ort sowie mit der Thüga SmartService GmbH mit Sitz in Naila einen gemeinsamen - ebenso erfahrenen wie anerkannten - Kooperationspartner im Hintergrund zu haben. Die Zusammenarbeit mit Korn stelle allein schon aufgrund der räumlichen Nähe einen Glücksfall dar. Zusammen mit dem regionalen Infrastruktur-Dienstleister Thüga SmartService GmbH, welcher ein eigenes Glasfasernetz in Oberfranken betreibt und deutschlandweit Stadtwerke beim Breitbandausbau unterstützt, könne man eine für alle Seiten Vorteile mit sich bringende Gesamtlösung anbieten.

Ihr Dank galt dem Freistaat Bayern. Nur durch dessen Weitsicht bezüglich der Notwendigkeit von schnellem Internet und der damit verbundenen hohen Förderung könne man den Ausbau nun angehen. Mit der Maßnahme profitiert Teuschnitz vom sogenannten „Höfebonus“. Damit können Haushalte an die Datenautobahn angeschlossen werden, die vom bisherigen Ausbau nicht profierten und weiterhin als unterversorgt gelten. Ein geförderter Ausbau ist nur in Bereichen möglich, welche die vorgegebenen 30 Mbit/sec nicht erreichen, denn erst ab dieser Geschwindigkeit gilt ein Bereich im Sinne der staatlichen Breitband-Richtlinie als unterversorgt. Sehr erfreulich sei zudem die Kooperation mit der Nachbargemeinde Steinbach am Wald, von der man sich gegenseitige Synergie-Effekte verspricht.

„Zur Ausführung kommt die zukunftsweisende FTTH-Technologie (Fibre to the Home), bei der die Glasfaser direkt in das Haus verlegt wird“, informierte Michael Korn. Es erfolgt ein 1-Gigabit-Anschluss bis zum DSLAM (Digital Subscriber Line Access Multiplexer, englisch für „DSL-Zugangsmultiplexer“) in Steinbach am Wald. Die Erschließung erfordere einen 200 Meter langen Tiefbau. Der Ausbau wird, laut Vertrag, in den nächsten 24 Monaten von statten gehen. „Wir möchten möglichst bald mit dem Ausbau beginnen“, bekundete Michael Korn. Sein Ziel sei es, die Maßnahme in diesem Herbst durchzuführen. Eine große Herausforderung stelle aufgrund der Konjunkturlage das Gewinnen geeigneter Firmen dar.

Über die Versorgung der Bastelsmühle mit Glasfaser freuten sich auch die Breitband-Beauftragte der Stadt Teuschnitz, Sabine Suffa, sowie SmartService-Projektleiter Maximilian Lang. Dieser würdigte dabei die seit 2015 mit Michael Korn bestehende, sehr erfolgreiche Zusammenarbeit in der Kommune Ludwigsstadt. Mit ihm als Partner vor Ort sowie dem - täglich 24 Stunden lang rund um die Uhr erreichbaren - technischen Support der Thüga könne man den Kunden ein Höchstmaß an Service und Sicherheit bieten.