Übergabe des Restvermögens an die Jugendfeuerwehr Haßlach: von links Schriftführerin Gisela Schnappauf, Vorsitzende und Chorleiterin Maria Lindenberger, zweite Vorsitzende Claudia Neubauer, Kassiererin Barbara Haderlein, Andreas Martin, Cindy Hertel und Franziska Seliger von der Feuerwehr Haßlach und Bürgermeisterin Gabriele Weber.

Die Sängerinnen und Sänger mit Bürgermeisterin Gabriele Weber.

Haßlach b. Teuschnitz – Die Stimmung bei der Jahreshauptversammlung des Sängerchores Haßlach war gedrückt, denn es stand für den Verein die Auflösung auf der Tagesordnung. Bereits im vergangenen Jahr hatte dies der Verein beschlossen, da Überalterung, Mitgliederschwund und wenig Hoffnung auf Nachwuchs diesen Schritt notwendig machten. Mit der Auflösung ging eine erfolgreiche Ära des ältesten Vereins in der Ortsgemeinschaft zu Ende.

Zu Beginn setzte sich die Vorsitzende und Chorleiterin Maria Lindenberger nochmals an ihre Zither und eröffnete die Sitzung musikalisch. Sie freute sich, Bürgermeisterin Gabriele Weber und eine Abordnung der Jungendfeuerwehr begrüßen zu können. In Ihrem Bericht ging Lindenberger zunächst auf die Singstunden in Lauenhain und Steinbach am Wald ein. Hier bedankte sie sich bei Bürgermeister Thomas Löffler für die Nutzung des Proberaumes in der Schule. Bei den Gottesdiensten und Geburtstagsständchen, die man gesanglich mitgestaltet habe, schwang immer Wehmut mit, so die Leiterin. Bei allen Auftritten hieß es gewissermaßen Abschied nehmen, dennoch habe man sie bewusster wahrgenommen.

Schriftführerin Gisela Schnappauf berichtete detailliert vom vergangenen Jahr und rief so manchen Auftritt und Ausflug in Erinnerung. Das Protokoll der außerordentlichen Mitgliederversammlung, auf der die Auflösung beschlossen wurde, verlas zweite Vorsitzende Claudia Neubauer. Kassenwartin Barbara Haderlein legte den Finanzbericht vor. Die Kassenprüfer bescheinigten ihr wieder einmal eine ordentliche Buchführung.

Bürgermeisterin Gabriele Weber würdigte die Leistungen des Vereins und übermittelte die Grußworte der Stadt Teuschnitz. Es sei ein trauriger Anlass, so das Stadtoberhaupt, wenn ein Verein aufgelöst werden muss. Denn wie in vielen anderen Verein und Gruppen erfahre man eine besondere Gemeinschaft. Sie hoffe, dass sich die Sänger weiterhin zu gemütlichen Singrunden treffen oder man bei einem Wirtshaussingen das Liedgut fördere. Die Bürgermeisterin freute sich, dass sich die Verantwortlichen entschieden haben, das Restvermögen an die Stadt Teuschnitz zu übergeben. Wunschgemäß wird das Geld an die Jugendfeuerwehr Haßlach weitergeleitet. Weiter sicherte die Bürgermeisterin zu, die Vereinsunterlagen im Stadtarchiv unterzubringen. Mit einem Blumenstrauß bedankte sich Weber bei Maria Lindenberger für ihr jahrelanges Engagement.

Andreas Martin von der Freiwilligen Feuerwehr Haßlach dankte für die Spende, die die Jugendfeuerwehr gut brauchen kann. Das Geld werde für die Jugendlichen investiert, versprach er.

„110 Jahre Sängerchor Haßlach sind Geschichte, wir waren ein Teil davon“ resümiere Lindenberger am Schluss, bevor gesanglich die letzte Sitzung beschlossen wurde. Sie dankte nochmal allen Aktiven für ihren Idealismus und ihre langjährige Treue sowie dem Vorstand für die Unterstützung.