Durchwegs positive Tagesordnungspunkte gab es bei der Stadtrats-Sitzung am Freitag im Teuschnitzer Pfarrhaus. Im ehemaligen ASCO-Gebäude entsteht eine Tagespflege; der Bettentrakt des Jugendbildungshauses „Am Knock“ wird saniert. Auch die Jahresrechnungen von 2017 bis 2019 sind tipptopp in Ordnung.

Im ehemaligen ASCO-Gebäude entsteht eine Tagespflege.

Der Bettentrakt des Jugendbildungshauses „Am Knock“ wird saniert.

Die Freude in der Arnikastadt ist groß. Die Neugestaltung des Stadtkerns nimmt mehr und mehr Form an - und sie regt offensichtlich auch Investitionstätigkeiten an. Wie Bürgermeisterin Gabriele Weber (CSU) bereits in der letzten Stadtrats-Sitzung bekanntgegeben hatte, errichtet ein junges Paar in der ehemaligen ASCO eine Tagespflege. Am Freitagabend stand nunmehr der entsprechende „sehr erfreuliche“ Bauantrag von Romana Jakob und Jörg Förtsch zur Nutzungsänderung des Gebäudes in eine Tagespflege auf der Tagesordnung. Diesem wurde einstimmig stattgegeben.

„Ich finde es super, dass sich junge Leute so etwas trauen“, zeigte sich die Bürgermeisterin glücklich und stolz, dass die aktuell laufende Umgestaltung der Stadtmitte von Teuschnitz auch Investoren anzieht. Der Fassadensanierung des früheren ASCO-Gebäudes war bereits in der letzten Sitzung zugestimmt worden. Das Gebäude wird im Innenbereich komplett umgestaltet. Die Tagespflege für die betreuten Senioren - es entstehen insgesamt 20 Pflegeplätze - wird im Erdgeschoss eingerichtet. Es soll auch eine Terrasse zur Hauptstraße angelegt werden, weswegen Weber in diesem Zusammenhang auch die Sanierung des Anwesens Hauptstraße 12 für einen ansprechenden Gesamteindruck sehr am Herzen liegt. Im ersten Stock werden Sanitär- und Büroräume untergebracht. „Für die Tagespflege entstehen fünf neue Arbeitsplätze“, freute sie sich. Auf die bestehenden Heimarbeitsplätze hat die Nutzungsänderung keinen Einfluss. Diese sind gesichert und bleiben erhalten.

Wie die Bürgermeisterin ausführte, sind für das Projekt bereits sämtliche Regularien geklärt und Bewilligungen eingeholt. Seitens der Verwaltung habe man sich rund vier Monate lang mit der Maßnahme beschäftigt. Das Bauvorhaben wurde mit dem Stadtumbaumanagement abgestimmt; die Investoren auch wegen etwaiger Fördermittel beraten. Diese wollen aber - so Weber - vieles in Eigenregie realisieren. „Ein Gebäude mehr, das saniert wird“, strahlte sie.

Grünes Licht gab es auch für den Bauantrag des Erzbischöflichen Jugendamtes Bamberg für die Sanierung des Bettentraktes sowie Anbau eines Außenaufzugs am Jugendbildungshaus „Am Knock“ in Teuschnitz. Die Bettenanzahl bleibt gleich; alle Zimmer werden aber nunmehr mit Nasszellen ausgestattet. Um bei Bedarf „aufstocken“ zu können, sind teilweise in den Zimmern Stockbetten vorhanden. „Das Bauvorhaben ist ein deutliches Zeichen, dass das Erzbistum an seinem Standort in Teuschnitz festhält“, bekundete die Bürgermeisterin, dass das stark ausgelastete Jugendbildungshaus längst eine feste Größe im Bistum sei. Ein großer Dank gebühre in diesem Zusammenhang Erzbischof Dr. Ludwig Schick, dem die Einrichtung offensichtlich sehr am Herzen liegt.

Jahresrechnungen sind tipptopp in Ordnung
Die örtlichen Rechnungsprüfungen der Jahresrechnungen 2107 bis 2019 oblagen dem Rechnungsprüfungsausschuss mit dem Vorsitzenden Werner Neubauer (CSU/FWG) und den Mitgliedern Peter Goihl (CSU/FWG) und Karin Bayer (SPD). Die online erfolgenden Rechnungsprüfungen fanden am 20. April statt. Sie führten zu keinen Beanstandungen, lediglich zu einigen Anregungen.

Das Haushaltsjahr 2017 schließt mit einem Gesamtvolumen von 6.335.699,29 €, davon Verwaltungshaushalt 4.079.286,27 € und Vermögenshaushalt 2.256.413,02 €. Die Zuführung zum Vermögenshaushalt beläuft sich auf 1.146.546,88 €, der Überschuss auf 30.901,05 €. Der Prüfungsausschuss hatte auf die hohen Stromkosten für das Pumpwerk Haßlach aufmerksam gemacht sowie auf die seit dem Erlass nicht mehr angepasste Hundesteuer. Die Stromkosten werden - so Weber - auf Einsparmöglichkeiten überprüft. Eventuell sollen andere Pumpen zum Einsatz kommen. Auch eine Anpassung der Sätze für die Hundesteuer werde man seitens der Verwaltung prüfen. Das Gesamtvolumen des Haushaltsjahres 2018 beträgt 6.661.721,08 €, davon Verwaltungshaushalt 3.404.407,62 € und Vermögenshaushalt 3.257.313,46 €. Die Zuführung zum Vermögenshaushalt beträgt 376.611,86 €, der Überschuss 5.863,41 €. Hierzu hatte das Prüfgremium keine Hinweise. Festgestellt wurde auch die Jahresrechnung 2019 mit einem Gesamthaushalt von 7.895.646,13 €, davon Verwaltungshaushalt 3.501.509,58 € und Vermögenshaushalt 4.394.136,55 €. Hier ergibt sich eine Zuführung zum Vermögenshaushalt von 347.390,68 €. Der Prüfungsausschuss monierte die Abwicklung des noch zu stellenden Auszahlungsantrags für den Netzwerkmanager in Höhe von 47.000 €. Zudem fehlt die Abrechnung des Stromverbrauchs für den Kräutergarten. Laut Weber wurde der Auszahlungsantrag von der Verwaltung zwischenzeitlich gestellt. Die angesprochene Abrechnung für den Stromverbrauch ist in Bearbeitung und wird von der Verwaltung geprüft.

Die Jahresrechnungen wurden festgestellt; die jeweiligen über- und außerplanmäßigen Ausgaben genehmigt. Der Verwaltung wurde für die Rechnungsjahre 2017 bis 2019 Entlastung erteilt.

Informationen:
Die Bürgermeisterin gab die Beschlüsse der letzten nichtöffentlichen Sitzung bekannt. Die Rohbauarbeiten für das Schwarze Kreuz werden aus wirtschaftlichen Gründen aufgehoben. Der Auftrag für die neue Bushaltestelle bei der Sparkasse ging an die Firma Zimmermann aus Siegen zum Angebotspreis von 19.953 €. Die Abschluss-Sitzungen der Verwaltungsgemeinschaft sowie des Schulverbands Teuschnitz fanden am 23. April statt. Neuer Netzwerkmanager wird Andreas Bayer aus Teuschnitz, der ab dem 1. Mai seine Arbeit aufnehmen wird. Drei Kandidaten waren in die engere Wahl gekommen. Bayer tritt die Nachfolge von Oliver Plewa an, der zum neuen Bürgermeister in Mitwitz gewählt wurde.